Entwicklung der Strecken Fürstenhausen/Völklingen - Hostenbach - Überherrn und Fürstenhausen - Grube Warndt


Gemeinsamer Streckenabschnitt
Fürstenhausen - Wehrden

Blick auf die Völklinger Hütte und die
Saarstahlanlagen gegenüber Wehrden
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Saarstahl´98
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Saarstahl´04
Strecke Fürstenhausen -
Grube Warndt
Velsen
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Großrosseln
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Streckenabschnitt
Wehrden - Hostenbach und
Abzweig nach Völklingen
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Hostenbach 1
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nach Völkl.
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Streckenabschnitt
Wadgassen - Überherrn - Frankreich
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Einsätze der Hochwaldbahn-Gruppe auf den Strecken (Warndt-Weekend, Waggonbergung)
 



Die Strecken Fürstenhausen - Grube Warndt, Fürstenhausen - Hostenbach - Überherrn sowie Völklingen - Hostenbach haben in den vergangenen Jahren dramatische Veränderungen gesehen, die hier kurz dargestellt werden sollen:

Übersichtskarte



Die Strecke Fürstenhausen/Völklingen - Hostenbach - Überherrn - Hargarten-Falck (SNCF) hat in den vergangenen Jahrzehnten einen schon fast beispiellosen Niedergang erlebt.
Ursprünglich war diese Strecke ein wichtiger Grenzübergang nach Frankreich. Direkt nach dem zweiten Weltkrieg verlor die Strecke bereits ihre Anbindung an die Saarstrecke Richtung Trier, da die Verbindungskurve Wadgassen - Bous nicht mehr aufgebaut wurde. Aufgrund der Bedeutung für den grenzüberschreitenden Verkehr nach Frankreich wurde die Strecke in den 1950er Jahren elektrifiziert. Dadurch entstand ein Systemwechselbahnhof 15 kV, 16,7 Hz der DB zu 25 kV, 50 Hz der SNCF.
Man hatte hier den Ehrgeiz, die Strecke von Überherrn bis Wadgassen so umschaltbar zu gestalten, dass SNCF-Tfz bis zum Rbf Wadgassen durchfahren konnten, gleichwohl konnten aber DB-Tfz auch nach Überherrn gelangen. Man hatte diese aufwändige Schaltung vorgesehen, weil der Bahnhof Überherrn allein für die anstehenden Lokwechsel zu klein war, gleichzeitig wollte man auch eine Teststrecke für 25-kV-, 50-Hz-Triebfahrzeuge zur Verfügung haben für die Deutsche Bahnindustrie.
Später wurde die Schaltung der Strecke vereinfacht und der Systemwechsel als feste Trennung in Überherrn realisiert, da man ausreichend Mehrsystemfahrzeuge zur Verfügung hatte.
Zu Beginn der 1990er Jahre begann dann der Niedergang mit Einstellung des Personenverkehrs gefolgt von der Einstellung des grenzüberschreitenden Güterverkehrs, dem letztendlich der Abbau der Oberleitungen folgte.
Schließlich wurde die Strecke zur Abgabe oder Stilllegung ausgeschrieben und glücklicherweise von der Firma Mosolf 2003 als nicht öffentliche Anschlussbahn übernommen.
Somit ist heute aus der früheren elektrifizierten zweigleisigen Hauptbahn des internationalen Verkehrs ein Firmen-Anschlussgleis geworden.
Für weiterführende Literatur zu dieser hochinteressanten Strecke und ihrer Bedeutung für den elektrischen Einsenbahnverkehr sei auf das Archiv der "elektrischen Bahnen" aus dem Oldenburg-Verlag verwiesen.



Die Strecke Fürstenhausen - Großrosseln - Grube Warndt wurde als Strecke des öffentlichen Verkehrs aufgrund der Stilllegung der Grube Warndt im Jahre 2006 still gelegt. Den weiteren Verlauf fasst Hr. Prof. Dr. Zimmermann aus Großrosseln zusammen:

"Seit 2006 ist der Abzweig ab Wehrden (Hallerbrücke) nach Großrosseln  DB-seitig so zurückgebaut wie der Abschnitt nach Überherrn, auch mit  analoger 'Widmung' als 'Anschlussgleis', derzeit von RAG (wohl später:  von Wincanton Rail) gepachtet. Die RAG fährt (gelegentlich) noch in  Velsen lagernde Kohle ab (meist aber per LKW, wird 2009 auslaufen) -  geplant ist der Transport von Kohleschlamm aus einem Absinkweiher bei  Petite-Rosselle - ca. 3 Mio t) per Bahn ab Velsen durch Wincanton Rail.

Die Fahrdrähte sind ebenfalls entfernt (doch stehen die Masten noch).  Der ehem. Bahnhof Großrosseln (Denkmalschutz) verfällt und ist ein  Bild des Jammers (die ehem. Bahnhöfe Gersweiler, Fürstenhausen udn  Geislautern sind in Privatbesitz). Zwar wird auf der ehemaligen  Tagesanlage des Bergwerks Warndt-Luisenthal derzeit Industrie  angesiedelt, doch sieht es so aus, als ob nicht genügend Fracht  aufkommt, um dann die Strecke für Güterverkehr wieder zu reaktivieren.

An Wochenenden und Feiertagen in der Saison haben wir einen  Draisinenbetrieb eingerichtet (als 'Unterpächter' der RAG, da wir kein  Eisenbahnverkehrsunternehmen sind - kleiner Verein). Wir fahren mit  Start und Ziel Großrosseln bis zur TA Grube Warndt und nach Wehrden  (Hallerbrücke), dann drehen wir jeweils und fahren nach Großrosseln  zurück ..."

Mittlerweile musste der Draisinenbetrieb jedoch eingestellt werden. Infos zum ehemaligen Draisinenbetrieb und den Gründen, die zu dessen Einstellung führten, finden Sie hier: http://www.warndt-express.eu




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