| 1994 - genau 40 Jahre nachdem die SNCF
den Planbetrieb mit ihrem neuen Stromsystem 25 kV 50 Hz auf der
Strecke Valenciennes - Thionville aufgenommen hatte - habe ich
Thionville besucht, um die "Urgesteine" des 50-Hz-Betriebes und ihre
Nachfolger zu fotografieren. Aufgrund der Nachkriegsordnung mit der Einrichtung der französischen Zone in Deutschland hatte die SNCF direkten Zugriff auf den Versuchsbetrieb mit 50-Hz-Wechselstrom auf der Höllentalbahn im Schwarzwald. Die SNCF waren von den versuchsergebnissen dieser Strecke so überzeugt, dass sie zukünftige Elektrifizierungen mit 25 kV 50 Hz durchführten, während die alten Elektrifizierungen im Süden des Landes mit 1500 V Gleichspannung betrieben wurden. Als erste Strecke wurde die Linie Valeciennes - Thionville mit schwerem Güterverkehr ausgesucht. Die "Anfangspackung" bestand aus den in Frankreich als Bügeleisen (fers à repasser) bekannt gewordenen BB 12000, BB 13000, CC 14000 und CC 14100. Die vierachsigen Reihen BB 12000 waren mit Gleichrichtern und Gleichstromfahrmotoren für den mittelschweren gemischten Dienst ausgerüstet, die BB 13000 mit direkt mit 50-Hz-Wechselstrom gespeisten Fahrmotoren wurden später fast ausschließlich für den Reisezugdienst verwendet. Für den schweren Güterzugdienst wurden die sechsachsigen CC 14000 und CC 14100 konstruiert. Hierbei waren die CC 14000 mit einem rotierenden Umformersatz ausgestattet, der Drehstrom variabler Spannung und Frequenz für die Drehstromfahrmotoren erzeugte, während die CC 14100 etwas konventioneller mit einem Gleichstrom-Umformersatz und Gleichstromfahrmoteren ausgerüstet waren. Wie es sich gehört, war die erste Lok, die ich vor die Linse bekam natürlich ein Bügeleisen der Reihe BB 12000: ![]() Die direkten Nachfolger
präsentierten sich auch gleich in Doppeltraktion - Reihe BB
16500:
![]() Eine weitere BB 12000:
![]() Und noch eine Doppeltraktion BB 16500 -
wegen ihrer Schleuderneigung mit dem Spitznamen "Danseuses -
Tänzerinnen" versehen:
![]() In den
1970iger Jahren wurden dann die BB 15000 konstruiert, die den damaligen
Stand der Technik mit Phasenanschnittsteuerung mittels Thyristoren
darstellten. Hier eine BB 15000 in der etwas tristen
Béton-Lackierung:
![]() Die
Nahverkehrstriebwagen der Reihe Z2 wurden auch von der Luxemburgischen
Eisenbahn beschafft. Hier ist ein luxemburgischer Triebwagen zusammen
mit einer dem Region Lorraine zu sehen.
![]() Eine BB
15000 in der deutlich gelungeneren Grand-Confort-Lackierung. Das Bild
verdeutlicht auch den universellen Einsatz dieser Baureihe sowohl im
Reisezug- als auch im Güterzugverkehr (s. oben):
![]() Eine Werkslok der zahlreichen Betriebe der
lothrinigischen Montanindustrie:
![]() Eine Doppeltraktion der
größten E-Loks der Anfangsausstattung des
französischen 50-Hz-Wechselstrombetriebes - zwei CC 14100:
![]() Im Bahnhof Thionville habe ich diese
Rangierlok der Reihe Y 7100 fotografieren können:
![]() Die Fronten der Reihe CC 72000 - stärkste Diesellokreihe der SNCF mit 3600 PS: ![]() Eine BB 15000 mit den passenden
Grand-Confort-Reisezugwagen:
![]() Im Dépôt
konnte ich noch dieses Unikat antreffen - eine A1A A1A 62000. Diese
Loks wurden 1946 von Baldwin in den USA an die SNCF geliefert, um dem
damaligen Lokmangel entgegen zu treten:
![]() Zum
Abschluss noch eine Ansicht des Dépôts mit einer
CC 14100 aus den
1950iger Jahren und einer BB 16500 aus den 1960iger Jahren.
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